Freistaat fördert Futtertrocknungen mit sechs Millionen Euro
Memmingen. Der Freistaat Bayern fördert Umstrukturierungshilfen für Grünfuttertrocknungen in den nächsten drei Jahren mit sechs Millionen Euro, so MdL Klaus Holetschek. Danach sollen die Genossenschaften die Anlagen auch ohne zusätzliche Finanzhilfen wirtschaftlich betreiben können.
In einem Antrag an die Bayerische Staatsregierung forderte Holetschek gemeinsam mit weiteren CSU-Kollegen wie der Vorsitzenden im Landwirtschaftsausschuss, Angelika Schorer, und Eric Beißwenger, die bayerischen Grünfuttertrocknungen bei notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen im Sinne des „Aktionsprogramms Heimische Eiweißfuttermittel“ hinsichtlich einer wirtschaftlichen und nachhaltig ressourcenschonenden Ausrichtung zu unterstützen. Holetschek: „Die Futtertrocknungen in Bayern und in unserer Region unter anderem in Erkheim haben im Vergleich zu anderen Bundesländern völlig zu Recht einen besonders hohen Stellenwert. „Im Zusammenhang mit dem Aktionsprogramm wollen wir Bayern vor allem auch in der Rinderfütterung unabhängiger von Sojaimporten aus Übersee machen“, so MdL Klaus Holetschek. Die knapp 30 Trocknungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Bereits jetzt stellen sie jährlich ca. 36.000 t hochwertiges Rohprotein aus heimischer Erzeugung her. Auch deshalb sei es sinnvoll, notwendige Umstrukturierungsmaßnahmen der Trocknungen einmalig und zeitlich auf max. 3 Jahre befristet finanziell zu unterstützen. „Zielsetzung muss dabei die Existenzsicherung unserer heimischen Produzenten und eine nachhaltige Fortentwicklung des Trocknungssektors in Bayern im Sinne des ´Aktionsprogramms Heimische Eiweißfuttermittel` sein, so Klaus Holetschek.
Gefördert werden soll die Umsetzung entsprechender betriebsindividueller Konzepte auf Grundlage der ,,De-minimis-Regelung" für die gewerbliche Wirtschaft während einer Übergangszeit von drei Jahren im Rahmen vorhandener Stellen und Mittel. Die Konzepte sollen auf Basis einer Analyse der Stärken und Schwächen der jeweiligen Trocknung entwickelt werden. Bei der Umstrukturierung sind Ansätze zur Verbreiterung des Dienstleistungsangebots zu berücksichtigen. Die Grünfuttertrocknungen sind in der Pflicht, nach dieser Übergangszeit einen dauerhaften wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen sicherzustellen.
Die bayernweit knapp 30 Trocknungsanlagen kämpfen alle mit mehr oder weniger finanziellen Problemen. Gründe hierfür sind u.a. das extrem schlechte Trocknungsjahr 2013, steigende Energiekosten und der Wegfall einer EU-Förderung für die Kopsproduktion von 3,30 Euro pro Doppelzentner für die Landwirte.