MdL Klaus Holetschek: "Gemeinden sind das Rückgrat des ländlichen Raumes"
von links: MdL Klaus Holetschek, Bürgermeisterkandidat Markus Schreyer und Bundesminister Dr. Gerd Müller. Foto: Johannes Wiest.Nur noch wenige Tage verbleiben den Bürgern bis zur Kommunalwahl am kommenden Sonntag. Bis dahin sollten alle die zur Wahl gehen überzeugt sein welchen oder welche Kandidaten sie unterstützen und wo sie ihr Kreuzchen auf dem umfangreichen Wahlzettel anbringen wollen. Um so mehr wird bis zum Wahltag von den Parteien versucht ihre Kandidaten bei Veranstaltungen ins rechte Licht zu stellen. Die Heimertinger CSU stellte bei einer Veranstaltung in der Turn- und Festhalle den Bürgern nun ihre Bewerber vor. MdL Klaus Holetschek betonte in seinem Grußwort, dass die Kommunalwahl als eine der wichtigsten Wahlen im Land gelte. Hier gehe es nicht um Parteiengerangel, sondern um Persönlichkeitswahlen mit hohem Verantwortungsgrad für Bürger und Heimat. Er dankte den hoffnungsvollen Bewerbern für ihre Bereitschaft sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen. "Politik zu gestalten für die Menschen und Einsatz für ihre Heimat ist eine der wichtigsten und wertvollsten Aufgaben die hohen Respekt und Anerkennung verdient", so Holetschek.
Der 42-jährige Heimertinger Markus Schreyer, Industriemeister Metall und Gruppenleiter der Unterallgäuer Werkstätten, der für den amtsmüden Armin Bauer als CSU-Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen geht, sieht sich als Anwalt aller Heimertinger Bürger und möchte sich dafür einsetzen, dass sich Heimertingen als moderne Gemeinde auf wirtschaftlichem und sozialen Gebiet weiter entwickelt, so dass Bürger ihr Zuhause als wirkliche Heimat verstehen. Schreyer, ein ausgewiesener Familienmensch, der in verschiedenen Vereinen und Einrichtungen sozial stark vernetzt ist, möchte in Heimertingen nach seiner Wahl einiges verbessern. Neben der Schaffung eines Seniorenkonzeptes für Heimertingen, denkt Schreyer nicht nur an ein neues Verkehrskonzept um die Infrastruktur zu verbessern sondern auch an ein örtliches Energiekonzept sowie über Notwendigkeiten zur Schaffung von Haltestellen und Park and Ride-Möglichkeiten nach der Inbetriebnahme der angekündigten Regio - S-Bahn Ulm/Memmingen und einiges mehr.
Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wies in seinen Ausführungen zunächst auf die vielen gestalterischen Möglichkeiten eines Kommunalparlaments hin und begrüßte insbesondere, dass nach wie vor viele junge Leute sich nicht davor scheuen diese hohe Verantwortung zu übernehmen. Er sieht neben der guten Wirtschaftsleistung des Unterallgäus mit hoher Beschäftigungsrate aber auch einige Defizite wie das Hausarztproblem und die zunehmende Versorgungswüsten in den Gemeinden mit alltäglichen Produkten die künftig gelöst werden müssten. Als Deutscher Entwicklungshilfeminister wies Müller aber auf die weitaus größeren Sorgen der Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika, hin. Die Weltbevölkerung wachse täglich um 250.000 Menschen. Für ganze zwei Milliarden Menschen gebe es kein, oder nicht genügend Trinkwasser. Es sei unsere humanitäre Aufgabe uns mehr um Armutsflüchtlinge anzunehmen und Hilfeleistungen für die Ärmsten der Welt zu organisieren. Nach den einzelnen Vorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt, den Gemeinderat und Kreistag gab CSU-Ortsvorsitzender Jürgen Schütz als Moderator schließlich das Zeichen für die obligatorische Bayernhymne und damit für das Ende der Veranstaltung. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Jagdhornbläsergruppe aus Holzgünz und die Heimertinger Blasmusik.