Klaus Holetschek

Dauerstaus vermeiden durch Ausbau der A 7

15.01.2016, 11:15 Uhr | Pressemeldung

Memmingen. Die Verkehrsbelastung im Bereich des Autobahnkreuzes Memmingen ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. „Die Situation ist für die Autofahrer absolut unbefriedigend“, so der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek und Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (beide CSU). Insbesondere an Wochenenden und während der Ferienzeit heißt es in den Verkehrsnachrichten der Radiosender immer öfter: „Nichts geht mehr“. 
Teilweise reicht der Rückstau bis über die Auffahrt der A 96 zurück und blockiert dort eine Fahrspur. Durch die Umfahrung der Staus kommt es in der Stadt Memmingen und den Gemeinden entlang der A 96 zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. „Um die Situation langfristig zu verbessern und Dauerstaus zu vermeiden, setzen wir uns für einen dreispurigen Aus-bau der A 7 von der Anschlussstelle Memmingen-Süd bis zur An-schlussstelle nach Altenstadt ein“, so die beiden Abgeordneten. Mit der geplanten Ansiedlung von IKEA würde sich das Verkehrsaufkommen noch weiter erhöhen. Die IKEA-Ansiedelung ist daher ein weiteres Argument, das die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit eines dreispurigen Ausbaus der A 7 unterstreicht. Vor Ostern wird das Bundesverkehrsministerium einen Gesetzentwurf vorlegen, aus dem klar wird, in welche Verkehrsprojekte der Bund in den nächsten Jahren investieren will. „Bei der anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswege-plans muss der Ausbau enthalten sein, damit das Memminger Autobahnkreuz als wichtiger Verkehrsknotenpunkt endlich entlastet wird“, fordern Holetschek und Stracke. „Dafür haben und werden wir uns weiter mit Nachdruck einsetzen“. Falls der Ausbau tatsächlich beschlossen wird, könnten allerdings noch fünf bis zehn Jahre vergehen. Schneller umsetzbar wären bauliche Maßnahmen am Autobahnkreuz, um insbesondere von der A 96 kommend Richtung Norden die Einfädelung in die A 7 zu entzerren. Hierzu gibt es von Seiten der Autobahndirektion Südbayern bereits konkrete Überlegungen. Zusätzlich sinnvoll wäre die Freigabe eines Seitenstreifens in Süd-Nord-Richtung. Vom Autobahnkreuz Memmingen bis zum chronisch verstopften Autobahndreieck Hittistetten gibt es in der Regel die längsten Staus. Eine temporäre Nutzung des Seitenstreifens als zusätzlicher Fahrstreifen könnte eine vorübergehende Lösung für diesen hochbelasteten Autobahnabschnitt bedeuten. „Die Erfahrungen in Bayern haben gezeigt, dass durch Freigabe eines Seitenstreifens eine Kapazitätserhöhung ohne ersichtlich negative Folgen auf die Unfallentwicklung möglich ist. Zudem wurde ein erheblicher Rückgang bei den Stauzeiten verzeichnet“. Allerdings muss nach Auskunft des Bayerischen Innenministeri-ums zur Realisierung dieser Lösung der dreispurige Ausbau der A 7 in den Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen werden.