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09.10.2018 | Pressemeldung

Tourismus

Memmingen noch stärker als Stadt der Freiheitsrechte positionieren

Memmingen. Die zwölf Bauernartikel gehören zu den Forderungen, die die Bauern im deutschen Bauernkrieg 1525 in Memmingen gegenüber dem schwäbischen Bund erhoben haben. Sie gelten als die erste Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa. Der Memminger Landtagsabgeordnete und Stadtrat Klaus Holetschek möchte dies auch mit Blick auf die anstehende 500-Jahr-Feier im Jahr 2025 anlässlich des ersten deutschen Verfassungsentwurfs zum Anlass nehmen, die touristische Vermarktung von Memmingen als „Stadt der Freiheitsrechte“ noch stärker zu forcieren. 



Holetschek: „Die Stadt sollte dieses bedeutende und wegweisende Geschichtsereignis noch stärker in das Bewusstsein der Menschen rufen“. Gerade die Altstadt mit ihren Erinnerungsorten zur Abfassung der zwölf Bauernartikel könnte mit einem durchdachten und attraktiven Konzept wie etwa der Installierung eines Stationsweges zu einem echten Erlebnisort für Freiheitsrechte werden und sich als touristisches Reiseziel auf innovative Weise positionieren. Holetschek zufolge gibt es hierfür bereits gute und innovative Ansätze im Rahmen einer vom städtischen Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer maßgeblich erarbeiteten Projektskizze seitens der Stadt. Diese Ideen müssten nun konsequent verfolgt und umgesetzt werden. 

Freistaat stellt Fördergelder zur touristischen Vermarktung in Aussicht

Holetschek: „Mein werben für eine Unterstützung Memmingens für das Vorhaben ist bei Bayerns Tourismusminister Franz Josef Pschierer erfreulicherweise auf offene Ohren gestoßen. Der Minister hat mir in einem Schreiben mitgeteilt, dass er die Förderung eines geplanten touristischen Historienweges auf dem die zwölf Bauernartikel erlebt werden können, befürwortet und er eine Unterstützung bereits jetzt schon in Aussicht stellen kann“. 

Bayerische Landesausstellung im Jahr 2025

Die Stadt Memmingen hat großes Interesse an einer bayerischen Landesausstellung im Jahr 2025 zur Thematik des Bauernkrieges. „Gemeinsam mit Oberbürgermeister Manfred Schilder habe ich das gegenüber Ministerpräsident Markus Söder bei dessen Besuch vergangene Woche in Memmingen mit Nachdruck betont, so Klaus Holetschek. Der Ministerpräsident begrüßte die Idee einer bayerischen Landesausstellung und sagte seine Unterstützung zu, das Vorhaben prüfen zu lassen. „Der Freistaat pflegt seine Wurzeln“, so der Ministerpräsident. Zudem vermerkte er in seinem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt: „Memmingen hat meine volle Unterstützung“. 

Touristische Hinweisschilder könnten für „Stadt der Freiheitsrechte“ werben

Viele touristische Ziele und Städte im Allgäu werben mit braunen Hinweisschildern, etwa an Autobahnen und Fernstraßen. Laut Autobahndirektion Südbayern existieren an der A 7 und A 96 insgesamt vier touristische Hinweisschilder für die Stadt Memmingen. Um der Historie von Memmingen gerecht zu werden, wäre es aber durchaus möglich, den Schildertext und eventuell auch das Motiv von „Memmingen“ in „Memmingen –Stadt der Freiheitsreche“ zu ändern. Dies habe ihm die Autobahndirektion Südbayern auf seine Nachfrage hin mitgeteilt, so Holetschek. Möglich wäre dies, wenn seitens der Stadt Memmingen ein entsprechender Antrag auf einen Schilderaustausch an die Autobahndirektion Südbayern gestellt wird.

Foto: Pressestelle der Stadt Memmingen.