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18.10.2017 | Pressemeldung

Pilotprojekt „Industrie 4.0“ an Berufsschulen

Johann-Bierwirth-Schule in Förderprogramm aufgenommen

Memmingen. Die Johann-Bierwirth-Schule ist als Modellschule in das Förderprogramm „Industrie 4.0“ aufgenommen worden. Dies teilte Bildungsminister Ludwig Spaenle dem Memminger Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek, der sich dafür eingesetzt hat, mit.



Holetschek: „Ich freue mich sehr, dass die Staatliche Berufsschule I in Memmingen zum Zug gekommen ist“. Das Bayerische Bildungs- und Wissenschaftsministerium fördert die Weiterentwicklung der technischen Ausstattung an siebzehn öffentlichen Berufsschulen im Rahmen des Pilotprojekts „Industrie 4.0“. Rund zwei Millionen Euro stehen dazu im Doppelhaushalt 2017/2018 bereit. Die Berufsschulen hatten sich mit einem individuellen Konzept um die Teilnahme an dem Projekt beworben. Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Die zahlreich eingereichten Konzepte der Berufsschulen verdeutlichen: Berufliche Bildung findet in Bayern am Puls der Zeit statt. Holetschek: „Unsere Berufsschulen bereiten junge Menschen bestmöglich auf die Anforderungen einer digitalen Berufswelt vor. Mit dem Projekt ‚Industrie 4.0‘ können wir die Schulen bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen.“ An der Johann-Bierwirth-Schule werden die Ausbildungsberufe Industriemechaniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik sowie die Technikerschulen Maschinenbau und Elektro von der Ausstattungsoffensive profitieren. Darüber hinaus sind Kooperationen mit der Hochschule Memmingen und den anderen beruflichen Schulen am Ort vorgesehen.

Der Freistaat trägt im Rahmen des Projekts 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten für die technische Ausstattung, die andere Hälfte übernehmen die jeweiligen kreisfreien Städte oder Landkreise als Träger der beruflichen Schulen. Damit stehen rund vier Millionen Euro für neue technische Ausstattung der Schulen zur Verfügung. Zudem werden die Lehrkräfte an den Berufsschulen weiterqualifiziert. Hierzu werden eigens konzipierte Fortbildungen an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen und an sogenannten ALP-Partnerschulen in den einzelnen Regionen gehalten. Die Johann-Bierwirth-Schule ist bereits eine derartige „Partnerschule“. Ausgesuchte Lehrkräfte der Memminger Berufsschule führen seit 2016 Fortbildungen im Themenbereich Industrie 4.0 für ihre bayerischen Kolleginnen und Kollegen durch. Die nun mögliche Komplettierung der Ausstattung im Bereich Industrie 4.0 ist auch aus diesem Grund sehr erfreulich. Die Fortbildungen werden abgestimmt mit einem am Institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) eingerichteten Arbeitskreis „Industrie 4.0“, der u. a. geeignete Unterrichtseinheiten für die entsprechenden Ausbildungsberufe erarbeitet. „Industrie 4.0“ wird auch im Rahmen des Bildungspakets gefördert. Die Stärkung der Beruflichen Bildung, u.a. durch die Investition von 5 Millionen Euro für Exzellenzzentren der beruflichen Bildung im Bereich „Industrie 4.0“, ist hierbei ein Kernpunkt. Damit kann das aktuelle Förderprogramm ausgeweitet werden.

 

Foto: Schüler beim Programmieren eines Roboters an der Johann-Bierwirth-Schule (Copyright: JBS)